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Spritzwasserzonen und Übergänge

Ein Lebensraum ohne festen Zustand

Spritzwasserzonen liegen oberhalb der eigentlichen Wasserlinie. Sie werden nicht dauerhaft überflutet, sind aber regelmäßig Meerwasser, Salz, Wind und Gischt ausgesetzt.

Diese Zone ist kein Randbereich im ökologischen Sinn. Sie ist ein eigenständiger Lebensraum mit extremen Bedingungen und klaren Selektionsmechanismen.

Extreme bestimmen die Fauna

Starke Salzbelastung, Austrocknung, mechanische Belastung durch Wellen und große Temperaturschwankungen prägen diese Bereiche. Nur hoch spezialisierte Organismen können hier bestehen.

Die Fauna besteht überwiegend aus wirbellosen Tieren. Viele Arten sind klein, unauffällig und nur bei genauer Beobachtung sichtbar.

Grenzraum zwischen zwei Systemen

Spritzwasserzonen verbinden marine und terrestrische Systeme. Organismen nutzen Ressourcen aus beiden Richtungen oder sind an diesen Übergang angepasst.

Veränderungen auf einer Seite wirken unmittelbar auf die andere. Eingriffe an Land verändern ebenso die Bedingungen wie Eingriffe im Meer.

Hohe Störungsempfindlichkeit

Spritzwasserzonen wirken karg und belastbar. Tatsächlich reagieren sie empfindlich auf Trittschäden, Bauwerke, Verschmutzung und künstliche Beleuchtung.

Strukturen, die zerstört werden, regenerieren sich nur langsam oder gar nicht.

Beobachtung verlangt Zurückhaltung

Viele Organismen dieser Zone sind fest an Substrate gebunden. Das Umdrehen von Steinen, Betreten nasser Felsflächen oder das Ablösen von Bewuchs zerstört Lebensräume unmittelbar.

Beobachtung beschränkt sich hier auf Sehen, nicht auf Berühren.

Weiterführende Einordnungen

TeneriffaWissen

Teneriffa InselMagazin